Was ist ein Schlaganfall??
Ein Schlaganfall (Apoplex) ist eine schwerwiegende Erkrankung, die sofortiger medizinischer Versorgung bedarf. Ein Schlaganfall tritt sehr pltzlich auf und führt zu einem Ausfall verschiedener Funktionen des Zentralen Nervensystems. Die Ursache liegt in einer Minderdurchblutung des Gehirns oder in einer Hirnblutung.
Wer ist gefährdet?
Der Schlaganfall ist eine Volkskrankheit. Jedes Jahr erleidet rund eine viertel Million Menschen einen Apoplex. Dabei erholt sich lediglich ein Drittel der Betroffenen soweit, dass keine nennenswerten Einschränkungen zurückbleiben. Ein Drittel überlebt den Schlaganfall mit schweren Behinderungen. Das letzte Drittel stirbt an dem Hirnschlag. Ein Schlaganfall kann also verheerende Auswirkungen haben und das gesamte Leben buchstäblich auf einen Schlag verändern. Zwar tritt er am häufigsten im Alter auf, aber der Schlaganfall kann grundsätzlich JEDEN treffen. Verschiedene Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls. Dazu gehören:
- erhöhter Cholesteringehalt erhöht das Risiko um das 2- bis 3-fache
- Bluthochdruck erhöht das Risiko um das 5-fache
- Diabetes erhöht das Risiko um das 2-fache
- Rauchen erhöht das Risiko um das 3-fache
- Herzrhythmusstörungen erhöhen das Risiko um das 7-fache
- KHK (koronare Herzkrankheit) erhöht das Risiko um das 2- bis 3-fache
Hinzu kommen Risikofaktoren wie übergewicht und Bewegungsmangel sowie die familiäre Disposition. Die Risikofaktoren müssen jedoch nicht addiert, sondern multipliziert werden. Wer also unter Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen leidet hat ein 35-fach erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.
Wie kann ich mein Risiko senken?
- Rauchstopp senkt das Risiko um 50%
- Gewichtsnormalisierung senkt das Risiko um 40%
- Körperliche Aktivität senkt das Risiko um 40%
- Senkung des LDL- Cholesterin senkt das Risiko um 1-2% pro 1mg/dl- Senkung
- Blutdruckverringerung senkt das Risiko um 1-2% pro 1 mmHg.
Wie erkennt man einen Schlaganfall?
Die schnellstmögliche ärztliche Behandlung nach einem solchen Ereignis erhöht die Wahrscheinlichkeit, den Schlaganfall zu überleben bzw. schwerwiegende Behinderungen zu vermeiden oder einzudämmen. Eine frühzeitige Erkennung der Warnzeichen und ein sofortiges Handeln kann daher über Leben und Tod entscheiden.
Die wichtigsten Anzeichen eines Schlaganfalls sind
- Sehstörungen: plötzliche Erblindung eines Auges, Verlust eines Gesichtsfeldes, Sehen von Doppelbildern
- plötzliche Sprachstörungen: Verdrehung von Silben, Verwendung falscher Buchstaben, Gesprochenes wird nicht verstanden, Wortfindungsstörungen, Schreibprobleme
- herabhängender Mundwinkel
- halbseitige Lähmungserscheinungen: teilweise oder ganz, Taubheitsgefühl ganz oder teilweise auf einer Körperseite
- Bewegungsstörungen äußern sich beispielsweise in Koordinationsstörungen, Fallenlassen von Gegenständen, Stolpern und Stürzen
- Gedächtnisverlust bzw. Vergesslichkeit
- Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, plötzliche Bewusstlosigkeit
Diese Symptome können zum einen auch aufgrund einer anderen Störung oder Erkrankung auftreten, zum anderen können sie nach kurzer Zeit (spätestens nach einem Tag) wieder vorüber sein. Dies führt oft zu einer falschen Einschätzung der Warnsignale, die Betroffenen vergessen den Vorfall und gehen zur Tagesordnung über. Die Symptome sind jedoch unbedingt neurologisch und internistisch abzuklären, da sie Vorboten eines Schlaganfalls sind, der irgendwann, vielleicht auch erst Jahre später, eintritt. Bei Auftreten der Symptome und Verdacht auf einen Schlaganfall sollte sofort der Notarzt 112 gerufen werden, da jede Minute, die unnütz verstreicht, das Gehirn weiter schädigen kann und die Überlebenschancen senkt bzw. das Risiko einer schweren Behinderung erhöht. Die oben beschriebenen Warnsignale müssen daher unbedingt ernst genommen werden und zu sofortigem Handeln führen!
Suche nach Madeleine McCann (4), entführt aus einer Ferienanlage in Praia da Luz, Portugal, am 3. Mai 2007.
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Allgemeines zur Körpersprache
Die Körpersprache ist ein Teil unserer Kommunikation und verrät mehr über uns, als man im ersten Moment vermuten würde. Sie zählt zur nonverbalen Kommunikation und ist bei allen Menschen weltweit ähnlich oder gleich, wenn bestimmte Gefühle wie Trauer, Freude oder Liebe über die Körpersprache zum Ausdruck gebracht werden. Aber natürlich gibt es auch kulturelle Unterschiede, wie zum Beispiel die Art und Weise der Begrüßung. “Man kann nicht nicht kommunzieren”, so lautet das erste Axiom von Paul Watzlawicks Kommunikationstheorie, die als Grundlage einer funktionierenden Kommunikation angesehen werden können. Selbst wenn man die verbale Kommunikation vollkommen einstellt, also nichts sagt, sendet man - meist unbewusst - über Mimik, Gestik oder Körperhaltung Informationen an sein Gegenüber. Da die Körpersprache meist unterbewusst abläuft, ist sie häufig ehrlicher und direkter als die verbale Sprache. Worte sind meist leichter zu kontrollieren, während die Kontrolle der Körpersprache vielen Menschen schwer fällt. So kommt es auch, dass die Hälfte der Informationen, die über die Persönlichkeit und die Glaubwürdigkeit eines Menschen Aufschluss geben, durch die Körpersprache vermittelt werden. An der Körperhaltung eines Menschen lassen sich viele Persönlichkeitsmerkmale ablesen. Selbstbewusste Menschen zeigen einen aufrechten Gang mit erhobenem Haupt, während ängstliche Menschen Blicken anderer auszuweichen versuchen oder die Schultern hochziehen, um unbewusst ihren Hals, eine sehr verletzliche Stelle des menschlichen Körpers, zu schützen. Die Körpersprache scheint ein offenes Buch zu sein, jedoch bleibt zu beachten, dass durchaus Missverständnisse auftreten können und Körpersignale auch eine Mehrdeutigkeit aufweisen können, so dass der Bezug zur Gesamtsituation nicht verloren gehen darf.
Was verrät die Körpersprache
Die Beine und die Körperhaltung im Stand
- mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen, gleichmäßige Gewichtsverteilung: Zeichen von Standfestigkeit
- Füße stehen extrem weit auseinander, eventuell sind die Arme in die Seiten gestemmt: Zeichen für Breitspurigkeit, Arroganz, aggressives Selbstbewusstsein
- en Spielbein ist zu erkennen: Zeichen für eine gute Mischung aus Standhaftigkeit und Flexibilität
- häufiger Wechsel von Stand- und Spielbein: Zeichen für innere Unruhe oder Standortlosigkeit
- beide Füße stehen auf dem Boden, aber die Beine sind überkreuzt: Zeichen für widersprüchliche Gefühle, zum einen signalisiert diese Haltung eine defensive Schutzhaltung (Beinbarriere), zum anderen Kontaktfreudigkeit (Beine stehen unter Spannung, “Sprungbereitschaft”)
Gesten
Gesten sind koordinierte Bewegungen von Armen, Händen und Fingern, die die Aussagen eines Gespräches unterstreichen. Sie können aber auch genutzt werden, um Gesagtes zu korrigieren, als Zuhörer den Sprecher zu unterbrechen, Zustimmung oder Ablehnung auszudrücken und vieles mehr. Mit Hilfe von Demonstrativgesten kann Gesagtes bildhaft gemacht werden, indem zum Beispiel die Umrisse eines Gegenstandes in der Luft nachgezeichnet werden.
Verschränken der Arme
Das Verschränken der Arme signalisiert dem Sender meist, dass es schwierig ist, den Empfänger innerhalb der Kommunikation zu erreichen. Eine solche Haltung kann jedoch auch aus einer momentanen Hemmung resultieren, die durch positive Signale seitens des Gesprächspartners gelöst werden können. Verschränkte Arme können auch auf eine Schutzhaltung hinweisen, man wirkt verschlossen auf sein Gegenüber und befindet sich in einer selbst erschaffenen Deckung. Mit dem Grad der Anspannung der Arme steigt auch die Stärke des symbolischen Schutzschildes. Nicht immer müssen verschränkte Arme etwas Negatives verkörpern. Sie können auch darauf verweisen, dass man durchaus bereit ist, zuzuhören, jedoch momentan nicht handeln möchte oder kann.
Hände und Finger
Sehr interessant ist der so genannte dominante Zeigefinger.
- ein gekrümmter Zeigefinger, der die Tischplatte wie ein Specht bearbeitet: Herrische Geste, die unerbittlich auf einen Fakt hinweist und auf einer Forderung besteht
- ausgestreckter Zeigefinger, der während des Gesprächs auf andere zeigt: Hat auf andere grundsätzlich eine irritierende Wirkung und wird als aggressiv empfunden
- mit den Fingern trommeln: Zeichen von Nervosität und Unwillen
Ratsam ist es, dem jeweiligen Gegenüber häufiger die Handflächen zu zeigen, denn dies verleiht mehr Überzeugungskraft und verstärkt einen freundlichen Eindruck.
Der Kopf
- gerader Kopf mit offenem Blick: Zeichen für Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit und Selbstsicherheit
- übertrieben hochgehaltener Kopf: Zeichen für Arroganz
- gesenkter Kopf, dem Gegenüber nicht ins Gesicht schauen: Zeichen für Unterordnung und Demut, Schüchternheit, Schuldbewusstsein, Scham
- hängender Kopf: Zeichen für Niedergeschlagenheit, Bedrückung, Sorge, Enttäuschung
Ein gesenkter Kopf kann jedoch auch Langeweile oder Müdigkeit ausdrücken.
Distanzen
Man unterscheidet vier Distanzzonen:
- Intime Distanz: < 60 cm; ein Unterschreiten dieser Distanz führt meist zu ausweichenden Blicken (z.B. im Fahrstuhl) oder Zurückweichen, es sei denn die intime Distanz ist gerechtfertigt, wie zum Beispiel im Umgang mit dem Partner oder bei der Besprechung vertrauter Dinge (flüstern etc.).
- Persönliche Distanz: 60-120 cm; diese Distanz wird bei normalen Unterhaltungen oder beim Gegenübersitzen gewählt.
- Gesellschaftliche Distanz: 1,2-2,7 m; diese Distanz wird oft in größeren Räumen oder auf Feierlichkeiten gewählt, wenn sich etwa Grüppchen bilden.
- Öffentliche Distanz: > 4 m; beispielsweise wenn eine Ansprache vor mehreren Leuten gehalten wird, wird diese große Distanz gewählt.
Meist ist der Mensch in der Lage, die der entsprechenden Interaktion angemessene Distanz instinktiv zu wählen. Das Einhalten dieser Abstände ist extrem wichtig in unserem sozialen Miteinander. Das nicht Einhalten der Distanz hat meist aggressives, dominantes oder vermeidendes Verhalten zur Ursache. Von der Norm abweichendes Verhalten wird schnell von anderen wahrgenommen und der Abstand daraufhin korrigiert.
Sitzen
Das Sitzen gibt ähnlich wie das Stehen Auskunft über die Emotionen und Gefühle der betreffenden Person. Das situationsbezogene Zusammenspiel von Armen, Beinen und Oberkörper lässt sich ähnlich deuten. Dabei achtet man darauf, ob der Oberkörper gekrümmt, abgewandt oder aufrecht ist, ob die Handflächen geöffnet oder geschlossen sind. Bilden die Beine eine Barriere, sind sie neutral ausgerichtet, nehmen sie zu viel oder extrem wenig Raum ein? Wie wird die Sitzfläche genutzt? Beugt sich die gegenübersitzende Person vor, wenn sie redet oder zuhört, als Zeichen vermehrter Aufmerksamkeit, oder weicht sie eher zurück? All diese Signale beeinflussen die Kommunikation und den Eindruck, den wir bei unseren Gesprächspartnern hinterlassen.
Material
Materialien können genutzt werden, um ein fremdes Territorium einzunehmen, indem man Dinge in den Bereich einer anderen Person legt oder platziert. Jegliches Material kann als Wand zwischen zwei Personen aufgebaut werden, zum Beispiel eine Tasche. Das Nehmen oder Weglegen/Wegwischen von Gegenständen während einer Interaktion kann auf die Intention des Gesprächspartners hinweisen, etwas bekommen zu wollen oder etwas abzulehnen. In Streitgesprächen fungieren Gegenstände manchmal als Ersatz für Waffen. Man gestikuliert mit den Gegenständen in der Hand, um den persönlichen Standpunkt zu unterstreichen oder den Gesprächspartner einzuschüchtern.
”Die Tat des Tages hat keine Bedeutung,
so, wie dort unten betrieben,
h i e r werden meine Gedanken stark,
nur auf der Hochebene fühle ich mich wohl.
In der öden Bergbauerhütte
sammle ich all meine reiche Beute;
da ist ein Hocker, da ist eine Feuerstelle,
Friluftsliv für meine Gedanken.”
(HENRIK IBSEN 1859)
Ibsen gilt als der Mann, der den Begriff “Friluftsliv” als erster verwendete. Friluftsliv bedeutet übersetzt “Freiluftleben” oder “Leben unter freiem Himmel” und beschreibt eine skandinavische, insbesondere norwegische Tradition. Friluftsliv beinhaltet den Aufenthalt und die Aktvität an der frischen Luft mit dem Ziel der Umweltveränderung, also der Wegstreckenüberwindung.
Fünf Prämissen sind dabei zu beachten:
1. Leben draußen in natürlicher Umgebung
2. Verzicht auf die Verwendung technischer (motorisierter) Fortbewegungsmittel
3. Der ganze Mensch wird gefordert
4. Es gibt kein Konkurrenzdenken
5. Es wird vermieden, der Natur zu schaden und sie zu verschmutzen

ENTWICKLUNG
Friluftsliv entwickelte sich bereits zu einer Zeit, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren. In Skandinavien war das Leben der Menschen länger als in anderen Teilen Europas nomadisch geprägt und die Landwirtschaft setzte sich nur langsam durch. Die Menschen waren gezwungen, große Entfernungen zurückzulegen und Schwierigkeiten auf ihren Wegen zu überwinden. Sie lernten, im Einklang mit der Natur zu leben. Diese große Naturverbundenheit ist auch noch heute in den skandinavischen Ländern präsent. Diente das zweckgebundene Dasein in der Natur zunächst dem Überleben, entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine andere Motivation des Naturaufenthaltes: das Naturerleben. Im Zuge der Epoche der Romantik, die als Gegenströmung zur Aufklärung gilt, zogen viele Künstler hinaus in die wilde norwegische Natur und ließen sich von ihr inspirieren. Die zahlreichen Werke, die in dieser Epoche entstanden, stärkten das Nationalgefühl der Norweger ungemein. Natur und Norwegen, das gehörte fortan unzertrennlich zusammen, je wilder und unberührter die Natur war, desto norwegischer war sie auch.
Die Industrialisierung brachte schließlich eine völlig neue Errungenschaft hervor. Neben dem technischen Fortschritt und der Entwicklung einer Mehrklassengesellschaft erfuhren einige Bevölkerungsschichten zum ersten mal, was es hieß, Freizeit zu haben. Sie mussten nicht mehr den ganzen Tag für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Dadurch entwickelten sich verschiedene Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel Sport. Der norwegische Sport bestand aus einer Mischung aus der körperbetonten Form “idrett” und der englischen Freizeitbeschäftigung “the sports”. Neu hinzu kamen nun auch Bewegungsformen und das Dasein in der Natur. Die Menschen begannen - in Verbindung mit ihrem neuen Freizeitgefühl - in die Natur hinauszuziehen, sie zu entdecken und zu erleben. Erste Übernachtungsmöglichkeiten und Hütten wurden errichtet. Ein zweckfreier Naturaufenthalt entwickelte sich und damit die reine Lust, in der Natur zu sein und dabei schwierige Sitationen zu überwinden.
Die Einführung des 8-Stunden-Tags, freie Tage und Ferien trieben die Friluftslivkultur voran. Ein ganzes Hüttensystem und markierte Wanderpfade wurden eingerichtet. Im zweiten Weltkrieg flohen die Menschen aus den Städten aufs Land. Sie wollten weg vom Krieg, in den sie hineingeraten waren, weg von den Kämpfen. Traditionelle Touren ins Freie entwickelten sich. Bereits in der Nachkriegszeit zählte Friluftsliv zum nationalen Kulturgut. Die Sonntagstour ersetzte den Kirchensonntag und die Menschen fühlten sich dem Friluftsliv immer mehr verbunden.

FRILUFTSLIV HEUTE
Heute hat sich Friluftsliv nicht nur in den Köpfen der Menschen festgesetzt, sondern auch in den politischen Strukturen Norwegens. 1957 trat das Friluftsloven, das Freiluftgesetz, in Kraft, welches den Zugang zu genutzter und ungenutzter Natur sowie offenen Landschaften regelt und die Rechte und Pflichten der Grundbesitzer und der Freiluftliebhaber gleichermaßen festlegt. Besonders zu erwähnen ist hierbei das allemannsretten, das Jedermannsrecht, welches die Nutzung der Natur für jeden Menschen möglich macht. Die norwegische Natur gehört niemandem, so die Einstellung der Menschen dort. Man darf ihr nicht schaden, sie nicht verschmutzen, auch Grundeigentum wird nicht zum Nachteil des Besitzers genutzt. Grundsätzlich ist die Natur für jeden Menschen zugänglich, um sie zu erleben und sich in ihr zu bewegen. Freizeit, wilde Natur und die gesetzliche Verankerung sind die Voraussetzungen dafür, dass Friluftsliv in Norwegen so populär geworden ist. In Deutschland läuft das Betreten der Natur meist nicht ganz so reibungslos ab. Viele Gesetze, Regeln, die Frage nach Eigentum und Besitz legen den Menschen häufig Steine in den Weg. In Norwegen durchzieht Friluftsliv das gesamte Leben der Bevölkerung. Die Kinder gehen in Natur- oder Waldkindergärten, in denen sie sich die meiste Zeit draußen an der frischen Luft aufhalten. Die Grundschulkinder erkunden die Natur der näheren Umgebung, in höheren Altersstufen gibt es ein größeres Aktivitätsspektrum mit Tages- und Übernachtungstouren. 25% der Lehrzeit im Fach Sport nimmt Friluftsliv ein. Daneben existieren die “uteskole”, die Draußen-Schule, und der “utedag”. Studienangebote an Universitäten und Seminare an Volkshochschulen zum Thema Friluftsliv sind in Norwegen eine Selbstverständlichkeit.Friluftsliv ist somit im kompletten System verankert und nimmt einen bedeutenden Stellenwert in Norwegen ein. Langsam schwappt dieser Lebensstil auch nach Deutschland herüber. Erste Waldkindergärten gibt es schon, Schulprojekte und Seminare befassen sich mit der Thematik Friluftsliv und der Natur-Tourismus boomt.

MOTIVATION
Im Friluftsliv geht es nicht darum, eine gewisse Leistung zu erzielen, man möchte sich weder mit anderen noch mit der Natur messen. Auch hat Friluftsliv in seinen Ursprüngen keine pädagogischen oder gesundheitsfördernden Ambitionen. Dadurch unterscheidet es sich von Sport, Erlebnispädagogik oder outdoor-activities, auch wenn diese Bereiche Überschneidungen zum Friluftsliv aufweisen. Erlebnispädagogik beispielsweise nutzt Natursportaktivitäten, um ein höheres pädagogisches Ziel zu erreichen. Das Dasein in der Natur hat somit keinen eigenen Wert. Das ist ein bedeutender Unterschied zum Friluftsliv, welches intrinsisch motiviert ist. Dies bedeutet, dass die Motivation im Naturerleben an sich liegt. Es gibt auch keine genormten Plätze oder ein Regelwerk wie im Sport, Friluftsliv wird nicht getrieben, es wird gelebt. Das Kernstück des Friluftslivgedanken ist die Tour. In Norwegen ist “auf Tour gehen” vollständig in den Alltag integriert. Die Menschen wollen sich an der frischen Luft in der Natur bewegen, wollen die Schönheit und Ruhe erleben und genießen, wollen sich abends auf dem guten Gefühl der Erschöpfung ausruhen, wollen schwierige Situationen meistern, sich erholen und Abstand zum Alltagsleben gewinnen. Natürlich hat Friluftsliv auch eine Reihe positiver Effekte vorzuweisen, weswegen es staatlich enorm gefördert wird. Es wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, steigert die Lebensqualität und fördert das Wohlbefinden auf psychischer, physischer und sozialer Ebene. Die Menschen sind zufriedener und gesünder. Dies steigert die Leistungsfähigkeit und senkt die Kosten. Friluftsliv leistet einen Beitrag zum Umweltschutz und zur ganzheitlichen Kindesentwicklung. Es verbessert körperliche Fitness und ist besonders für Menschen geeignet, die mit dem institutionalisierten Sport in Vereinen oder Studios nichts anfangen können. Über Friluftsliv lassen sich alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten erreichen. Diese positiven Effekte entstehen jedoch so zu sagen “nebenbei”. Die Hauptmotivationen sind, wie bereits beschrieben, anderer Natur.
Eine Beschreibung von Friluftsliv kann die Emotionen und Gefühle, die bei der tatsächlichen Durchführung entstehen, nicht wiedergeben. Somit lautet das Motto: Learning by Doing!! Man nehme die Natur als Bewegungsanlass, die Bewegung als Lebensprinzip und Friluftsliv als Lebensstil.
Die Cellulite - auch Orangenhaut genannt - ist eine Dellenbildung der Haut, die sich vornehmlich an Hüften, Beinen und Po lokalisiert. Sie kann jedoch auch an Oberarmen oder am Bauch auftreten. Frauen sind von diesem ästhetischen Problem sehr viel häufiger betroffen als Männer. Dies liegt an der unterschiedlichen Beschaffenheit des Bindegewebes beider Geschlechter. Die Ursache der Cellulite findet sich in der tiefsten der drei Hautschichten, im subkutanen Bindegewebe.
Frauen verfügen über sehr dehnbare Bindegewebsfasern, die nicht so stabil sind wie die der Männer. Diese geringere Stabilität hat jedoch ihren natürlichen Sinn, denn im Verlauf einer Schwangerschaft ist diese Eigenschaft unabdingbar. Die Subkutis besteht zu einem großen Teil aus Fettzellen, die sich beim weiblichen Geschlecht ebenfalls um einiges weiter ausdehnen können als beim Mann.
Füllen sich die Fettzellen nun, verformen sich bei der Frau die Zellwände und die Zellen quellen zwischen den Bindegewebssträngen hindurch, was sich als Dellen auf der Hautoberfläche bemerkbar macht. Der verlangsamte Stoffwechsel der betroffenen Hautregionen lässt Wasseransammlungen im Gewebe zu. Dadurch schwillt die Haut zusätzlich an. Auch Hormone wie das Östrogen treiben die Cellulite- Entstehung weiter voran.
90 % der Frauen leiden unter mehr oder minder schwerer Cellulite. Bei Männern ist sie aufgrund der beschriebenen Faktoren hingegen nur selten anzutreffen. Die Cellulite ist jedoch keine Erkrankung, sondern ein natürliches Phänomen. Sie ist auch nicht zwingend alters- oder gewichtsabhängig. Faktoren wie Übergewicht, Nikotinabusus, Bewegungsmangel und Alkoholkonsum können die Cellulite begünstigen und verstärken.
Frau muss das ästhetische Problem Cellulite jedoch nicht einfach hinnehmen. Sind die Ursachen bekannt, können auch entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen werden. Zahlreiche Produkte wie Cremes oder Öle werden auf dem Markt vertrieben. Ihre angepriesene Wirkung reicht jedoch meist nicht bis in die tiefsten Hautschichten. Allerdings erweisen sie sich als hiflreich, wenn sie mittels einer Massage aufgetragen werden. Denn Massagen gehören genau wie Wechselbäder zu durchblutungsfördernden Maßnahmen, die der Cellulite Einhalt gebieten können. Cellulite- fördernde Gewohnheiten wie Rauchen, Alkoholkonsum oder wenig Bewegung sollten überprüft und modifiziert werden. Eine Ernährungsumstellung verhilft zur Erreichung des Normalgewichtes. Der wichtigste Faktor ist jedoch Sport und regelmäßige Bewegung. Zwei bis drei mal wöchentlich eine Kombination aus gymnastischen Übungen und Ausdauersport hilft am besten gegen Cellulite. Jedoch sind auch andere Sportarten geeignet. Spezielle Übungen für Beine und Po konzentrieren sich auf die Probelmzonen. Diese Maßnahmen tragen zur Fettreduzierung und zum Muskelaufbau bei, was nicht nur gegen die Cellulite verhilft sondern auch sämtliche Körperfunktionen verbessert und präventiv bezüglich diverser Krankheiten wirkt.
Laufen, Fahrradfahren, Einheiten auf dem Stepper oder Crosstrainer und vor allem Schwimmen eigenen sich für die Cellulitebehandlung besonders gut. Gymnastische Übungen können mit dem Eigengewicht zu Hause oder an speziellen Trainingsgeräten im Fitnessstudio durchgeführt werden.
Hier nochmal die wichtigsten Anti- Cellulite- Maßnahmen im Überblick:
- Kalorienbewusste, ausgewogene Ernährung, auf radikale Diäten verzichten, da dadurch das Bindegewebe zusätzlich strapaziert wird
- ausreichend Bewegung, 2-3 mal/Woche, Ausdauereinheiten sollten mindestens 30 Minuten andauern
- gymnastische Übungen, die auf die Muskulatur an Beinen und Po wirken
- Massagen mit Noppenbürsten, Händen, Sisalhandschuhen oder Ähnlichem, regen die Durchblutung an und helfen dabei, Schlackstoffe abzutransportieren
- Extrakte mit Wirkstoffen wie Rosmarin, Lavendel, Eukalyptus oder Minze wirken stimulierend und anregend. Arnika, Efeu oder Rosskastanie verbessern die lokale Entschlackung
- Bäder mit Meersalz aus dem Toten Meer und die Behandlung mit Algenextrakten fördern den Fettstoffwechsel und regen die Haut an
- Wechselduschen wirken durchblutungsfördernd und festigen das Gewebe
Ängste erleben wir in vielen verschiedenen Situationen, vor allem aber führen Prüfungssituationen zu Stress, Anspannung und Angst. Die physiologischen Reaktionen, die Ängste in unserem Körper auslösen, sollten dem Menschen aus evolutionärer Sicht das Überleben sichern. Ängste warnen vor gefährlichen Situationen und machen den Menschen flucht- oder kampfbereit. Blutdruck und Herzfrequenz steigen, alle Sinne werden geschärft. Über diese Effekte steigert sich die Aufmerksamkeit. Diese körperlichen Reaktionen sind auch in der heutigen Zeit, in der es in Alltagssituationen, die uns Angst machen, nicht mehr darum geht zu kämpfen oder zu flüchten, eine optimale Vorbereitung auf die bevorstehende Aufgabe. Angst wirkt sich somit leistungssteigernd auf den menschlichen Organismus aus.
Jedoch können sich die positiven Effekte der Angst ins Gegenteil umkehren. Überreaktionen wirken leistungsmindernd und können sogar zum totalen Blackout führen. Konzentrationsschwäche, Selbstzweifel, innere Unruhe oder Gereiztheit können die Folge sein. Hinzu kommen körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen, Abgeschlagenheit und ungewöhnliches Essverhalten (Appetitlosigkeit oder Heißhunger). Prüfungsangst zehrt an den Nerven und vermindert die Lebensqualität enorm. Meist kreisen die Gedanken nur noch um die bevorstehende Prüfung. Man fühlt sich überfordert, Panik kommt auf. Meist endet diese Kette in Frustration und Resignation.
Prüfungsangst überkommt den Menschen meist nicht erst in der eigentlichen Prüfungssituation, sondern schon in der Vorbereitungsphase oder bereits beim Bekanntwerden des Prüfungstermins. Diese Angstzustände dürfen nicht unterschätzt werden, da sie einen negativen Einfluss auf das psychische und physische Wohlbefinden haben und zu Sekundärerkrankungen führen können.
Die Angst vor Prüfungen ist meist an eine Versagensangst gekoppelt, die durch die steigenden Leistungsansprüche der Gesellschaft geschürt wird. Leistung und Erfolg haben in unserer Gesellschaftsstruktur einen immensen Stellenwert erlangt, so dass soziale Eingliederung und Eigendefinition meist über diese beiden Faktoren vollzogen werden.
Schlechte Erfahrungen in vorangegangenen Prüfungen und negative Reaktionen der Umwelt auf das Versagen steigern den Druck, der von der bevorstehenden Prüfung ausgeht.
Wer also unter Prüfungsängsten leidet, sollte sich vorzeitig eine Methode suchen, mit der er sich entspannen kann. Es existieren unterschiedliche bewährte Entspannungsmethoden, wie zum Beispiel Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation. Jedoch auch das Ausüben einer Sportart hat sich als hilfreich hervorgetan. Auf diese Weise kann man dem Prüfungsstress kurzzeitig entfliehen und neue Energie tanken. Stress wird abgebaut und mit dem Stress wird auch die Angst reduziert. Hilfreich ist es auch, wenn man die Katastrophen, die man sich für den Fall des Versagens ausmalt, zu Ende phantasiert. Dadurch wird deutlich, dass sich die Welt nicht aufhören wird zu drehen, sollten die schlimmsten Befürchtungen wirklich wahr werden. Eine gut strukturierte Vorbereitung vermittelt das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Setzt man sich dazu realistische Ziele und versucht, eine positive Lebenseinstellung zu verinnerlichen, ist der Weg aus der Prüfungsangst geebnet.
Test Test..funktioniert auch alles? Da das hier mein erstes Blog ist bin ich noch unsicher, mit welchen Themen ich die Besucher, die gewollt oder zufällig über diese Seite stolpern, unterhalten werde. Ich denke es wird eine bunte Mischung.. mit Schwerpunkten auf Gesundheitsthemen und Sport, aber auch Themen, die mich persönlich beschäftigen und zu denen ich mich mitteilen möchte..meine Gedanken mit anderen teilen.. und sowas
Also, viel Spaß mit diesem wunderschönen Blog
Sarah