Was ist ein Schlaganfall??

Ein Schlaganfall (Apoplex) ist eine schwerwiegende Erkrankung, die sofortiger medizinischer Versorgung bedarf. Ein Schlaganfall tritt sehr pltzlich auf und führt zu einem Ausfall verschiedener Funktionen des Zentralen Nervensystems. Die Ursache liegt in einer Minderdurchblutung des Gehirns oder in einer Hirnblutung.

Wer ist gefährdet?

Der Schlaganfall ist eine Volkskrankheit. Jedes Jahr erleidet rund eine viertel Million Menschen einen Apoplex. Dabei erholt sich lediglich ein Drittel der Betroffenen soweit, dass keine nennenswerten Einschränkungen zurückbleiben. Ein Drittel überlebt den Schlaganfall mit schweren Behinderungen. Das letzte Drittel stirbt an dem Hirnschlag. Ein Schlaganfall kann also verheerende Auswirkungen haben und das gesamte Leben buchstäblich auf einen Schlag verändern. Zwar tritt er am häufigsten im Alter auf, aber der Schlaganfall kann grundsätzlich JEDEN treffen. Verschiedene Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls. Dazu gehören:

- erhöhter Cholesteringehalt erhöht das Risiko um das 2- bis 3-fache
- Bluthochdruck erhöht das Risiko um das 5-fache
- Diabetes erhöht das Risiko um das 2-fache
- Rauchen erhöht das Risiko um das 3-fache
- Herzrhythmusstörungen erhöhen das Risiko um das 7-fache
- KHK (koronare Herzkrankheit) erhöht das Risiko um das 2- bis 3-fache

Hinzu kommen Risikofaktoren wie übergewicht und Bewegungsmangel sowie die familiäre Disposition. Die Risikofaktoren müssen jedoch nicht addiert, sondern multipliziert werden. Wer also unter Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen leidet hat ein 35-fach erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

Wie kann ich mein Risiko senken?

- Rauchstopp senkt das Risiko um 50%
- Gewichtsnormalisierung senkt das Risiko um 40%
- Körperliche Aktivität senkt das Risiko um 40%
- Senkung des LDL- Cholesterin senkt das Risiko um 1-2% pro 1mg/dl- Senkung
- Blutdruckverringerung senkt das Risiko um 1-2% pro 1 mmHg.

Wie erkennt man einen Schlaganfall?

Die schnellstmögliche ärztliche Behandlung nach einem solchen Ereignis erhöht die Wahrscheinlichkeit, den Schlaganfall zu überleben bzw. schwerwiegende Behinderungen zu vermeiden oder einzudämmen. Eine frühzeitige Erkennung der Warnzeichen und ein sofortiges Handeln kann daher über Leben und Tod entscheiden.

Die wichtigsten Anzeichen eines Schlaganfalls sind

- Sehstörungen: plötzliche Erblindung eines Auges, Verlust eines Gesichtsfeldes, Sehen von Doppelbildern
- plötzliche Sprachstörungen: Verdrehung von Silben, Verwendung falscher Buchstaben, Gesprochenes wird nicht verstanden, Wortfindungsstörungen, Schreibprobleme
- herabhängender Mundwinkel
- halbseitige Lähmungserscheinungen: teilweise oder ganz, Taubheitsgefühl ganz oder teilweise auf einer Körperseite
- Bewegungsstörungen äußern sich beispielsweise in Koordinationsstörungen, Fallenlassen von Gegenständen, Stolpern und Stürzen
- Gedächtnisverlust bzw. Vergesslichkeit
- Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, plötzliche Bewusstlosigkeit

Diese Symptome können zum einen auch aufgrund einer anderen Störung oder Erkrankung auftreten, zum anderen können sie nach kurzer Zeit (spätestens nach einem Tag) wieder vorüber sein. Dies führt oft zu einer falschen Einschätzung der Warnsignale, die Betroffenen vergessen den Vorfall und gehen zur Tagesordnung über. Die Symptome sind jedoch unbedingt neurologisch und internistisch abzuklären, da sie Vorboten eines Schlaganfalls sind, der irgendwann, vielleicht auch erst Jahre später, eintritt. Bei Auftreten der Symptome und Verdacht auf einen Schlaganfall sollte sofort der Notarzt 112 gerufen werden, da jede Minute, die unnütz verstreicht, das Gehirn weiter schädigen kann und die Überlebenschancen senkt bzw. das Risiko einer schweren Behinderung erhöht. Die oben beschriebenen Warnsignale müssen daher unbedingt ernst genommen werden und zu sofortigem Handeln führen!

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